Jakobsweg

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CH 2014_1

Berichte
 


In 2 Wochen von Schwyz nach Genf

 
 

Samstag, 12. Juli 2014 - Von Schwyz nach Stans (17 km)

Um 6.05 Uhr fahren wir mit dem Bus von Widnau nach Heerbrugg, wo wir in den Zug einsteigen, der uns nach Seewen bringt. Hier nehmen wir den Bus bis zu unserem Startort in Schwyz. Zu Hause konnten wir bei trockenem, warmen Wetter starten. Im Verlaufe der Zugfahrt hat Regen eingesetzt und in Schwyz regnet es immer noch. So entscheiden wir uns zunächst für ein zweites Frühstück im Café Haug mit Kaffee und Gipfeli. Trotz leichtem Nieseln starten wir unsere Wanderung und mit der Zeit regnet es so stark, dass wir unsere Ponchos überziehen müssen.

 
 

Über Wiesenwege gelangen wir zur Zahnwehkapelle und weiters zu den Schwestern vom Kloster Ingenbohl. Hier machen wir einen kleinen Zwischenhalt für den obligaten Pilgerstempel und werden von der Schwester Hildegard zu einem Kaffee eingeladen. Wir hätten noch lange mit Schwester Hildergard plaudern können, müssen aber leider weiter, um unser Schiff in Brunnen rechtzeitig zu erreichen. Pünktlich legt das Schiff um 11.49 Uhr in Brunnen ab und wir geniessen die Überfahrt nach Beckenried bei mittlerweile trockenem Wetter mit angenehmen Temperaturen.

Wir geniessen die Überfahrt nach Beckenried
 
 

Nach der Ankunft holen wir uns den Pilgerstempel in der Kirche. Da gerade eine Hochzeitsfeier im Gange ist, müssen wir sehr leise sein. Da wir schon in diesem Frühjahr von Beckenried nach Stans gelaufen sind, (Pilgertreffen ...>>) fahren wir mit dem Bus bis Buochs. Hier nehmen wir den neuen Wegabschnitt unter die Füsse. Zuerst geht’s nochmals zur Loretto-Kapelle (weil sie so schön ist) und machen hier unseren Mittagshalt. Danach geht’s weiter auf der Originalroute über den Waltensberg zu einer kleinen Kapelle, die der Hl. Anna geweiht ist.

Loretto-Kapelle
 
 

Sie soll die Tiere vor einer Seuche bewahrt haben und  Papst Pius X  soll allen Gläubigen, die an der Feier der Hl. Anna teilgenommen haben, den Ablass der Sünden auf ewig erteilt haben…..

 
 

Wir wandern weiter und machen in Oberdorf einen kurzen Abstecher zu Martin. Obwohl er gerade Besuch von seiner Enkelin mit Familie hat, lädt er uns freundlicherweise zu einem Bier ein. Wir plaudern über unsere gemeinsame Pilgerreise und haben’s lustig in der Familienrunde. Die Zeit vergeht im nu und wir verabschieden uns, um auch noch bei Egloff’s einen Besuch abzustatten. Leider treffen wir hier niemanden zu Hause an. So gehen wir weiter zu unserer Privatunterkunft in Stans, wo wir freundlich empfangen werden. Wir haben eine ganze Etage zu unserer Verfügung (Doppelzimmer, Lesegalerie und Badezimmer). Auf Empfehlung der Gastfamilie gehen wir zum Abendessen in eine Pizzeria.

Zu Besuch bei Pilger Martin
 
 

Sonntag, 13. Juli 2014 - Von Stans nach Sachseln (23 km)

Es hat die ganze Nacht über geregnet und wir starten nach einem reichhaltigen Frühstück unsere Wanderung … im Regen… Zunächst geht es in Stans auf einer Teerstrasse steil den Hang hoch und es regnet immer heftiger. Danach wandern wir durch Wiesen, die vom Regen durchtränkt sind. Zum Glück tragen wir GoreTex-Schuhe und einen Regenponcho. Leider sind die Berge mit Wolken und Nebel verhangen, so dass wir kaum etwas vom Pilatus und der wunderschönen Gegend sehen. Endlich nach rund 10 km lässt der Regen nach und wir können auf einer Anhöhe mit Blick auf Kerns eine Rast einlegen.

 
 

Ein junges Pilgerpärchen, welches wir bereits gestern im Café Haug gesehen hatten, zieht an uns vorbei und wir wechseln kurz einige Worte. Auf der Anhöhe essen wir eine Kleinigkeit, ziehen trockene Socken an und reservieren die heutige wie auch die morgige Übernachtung. Wie sich herausstellt, haben in der Herberge von Brienzwiler Doris und Edi Dienst (ein uns bereits bekanntes Paar). So freuen wir uns auf das morgige Wiedersehen. Nun geht’s aber zunächst weiter Richtung Flüeli-Ranft. Nach wenigen Minuten taucht vor unseren Augen bei einem Bauernhof ein Pilgerstübli auf. Das Stübli ist genial ausgestattet mit Kaffee, Tee, gekühlten Getränken, Snacks und sogar Glace! Wir lassen uns für einen Moment nieder und genehmigen uns einen Kaffee.

Weiter Richtung Flüeli Ranft
 
 

Dies bietet uns auch gerade Gelegenheit, mit dem jungen Pärchen einige Worte mehr zu tauschen. Sie sind letzte Woche in Rorschach gestartet und hatten praktisch nur Regen auf ihrem Weg. Ihr Zielort ist ihr Wohnort in Thun. Wir wünschen Ihnen für die kommenden Tage Sonnenschein!  

 
 

Wir wandern weiter bis Flüeli-Ranft wo wir die untere Kapelle, die Einsiedelei, das Geburts- und Wohnhaus von Niklaus von der Flüe besuchen. Da es inzwischen schon wieder regnet und es bereits halbdrei ist, kehren wir in einem Restaurant ein und essen etwas Kleines. Danach geht’s ohne Halt bis Sachseln ins Gasthaus Engel. Hier hängen wir zunächst all unsere nassen Sachen im Zimmer auf, nehmen eine erfrischende Dusche und gehen danach zum Apéro auf die Terrasse. Das Halbpensionsmenue (Dreigänger) geniessen wir dann in der urigen Gaststube. Heute ist bereits um acht Uhr Nachtruhe angesagt. Geht’s wohl die nächsten Tage so weiter?


Flüeli Ranft
 
 

Montag, 14. Juli 2014 - Von Sachseln nach Brienzwiler (25 km)

Wir entscheiden uns, dem Seeweg entlang nach Giswil zu wandern. Auf dem Weg dorthin treffen wir auf Katzen, jegliche Arten von Schnecken wie auch auf ganz schnelle Jogger. Der See ist so hoch, dass die Sitzbänke unter Wasser stehen. In Giswil angekommen, geht's auf dem Wanderweg 4 weiter über Wiesen und dann steil hoch in den Wald. Zu unserer Verwunderung nicht auf der uns vom Bike her bekannten Teerstrasse, die wir auf der gegenüberliegenden Seite vom Wanderweg immer wieder sehen. Auf diesem Wegabschnitt sehen wir gleich 2 x 2 Pilgerinnen.

 
 

Kurz vor Lungern machen wir einen kurzen Mittagshalt und verpflegen uns noch mit von daheim Mitgebrachtem. Nach der Pflege der Blase an meinem Zeh, geht’s dann weiter Richtung Brünigpass. Es geht hoch durch den Wald. Bei einer kleinen Felsnische treffen wir auf eine Pilgerstation mit Pilgerbuch, die liebevoll gestaltet ist. Wir gehen weiter und meinen, praktisch auf der Passhöhe angekommen zu sein. Da der Weg nochmals ins Tal hinunter geht, überlegen wir uns der Passstrasse entlang zu gehen. Dies erweist sich als zu gefährlich und wir „beissen in den sauren Apfel“ und nehmen den steilen Abstieg und den anschliesssenden Aufstieg zur Passhöhe in Angriff.

Felsnische mit Pilgerbuch
 
 

Hier genehmigen wir uns in einem Restaurant eine kühle Erfrischung. Dabei sehen wir einen Bus von Koch Reisen und winken mal kräftig. Vielleicht sitzt ja Johnny, unser Chauffeur von der Pilgerreise mit Pius am Steuer. Tatsächlich ist es Johnny und er winkt uns zurück. Was für ein Zufall!
Es geht weiter zu unserem heutigen Ziel Pilgerherberge Brienzwiler. Zuerst geht es der Passtrasse entlang etwas den Brünig hinunter, anschliessend über eine wunderschöne Alp wieder hinauf und danach nur noch steil im Wald auf nassem Geröll hinunter bis nach Brienzwiler.

 
 
 
 

In der Herberge werden wir von Doris und Edi herzlich empfangen. Wir buchen gleich das ganze Programm (Abendessen, Frühstück, Waschmaschine). Während wir auf das Eintreffen eines weiteren Pilgerpaars warten, unterhalten wir uns gemütlich mit Doris und Edi. Dabei bereitet Doris bereits das Abendessen in der kleinen Küche vor und was sie uns dabei auf den Tisch zaubert ist unglaublich: Gruss aus der Küche, Salat, Ostschweizer Menu (echte St. Galler Olmabratwurst) und einen Dessert mit unschlagbarer Sahne in der unschlagbaren Pilgerherberge!!!

 
 
 
 

Auch das Pilgerpaar, Gottfried und Silvia, aus Österreich geniesst das Menu und wir unterhalten uns angeregt in der gemütlichen Runde. Die Zeit vergeht im Nu und es ist schon bald Schlafenszeit. Wir sind beeindruckt von der Herzlichkeit der Hospitaleros und der Sauberkeit dieser Herberge!

 
 


Dienstag, 15. Juli 2014 - Von  Brienzwiler nach Interlaken
(28 km)

Am Morgen geht’s gleich weiter wie es am Abend aufgehört hat. Es steht ein beachtliches Frühstücks-Buffet für uns bereit. Wohlgenährt wandern wir gemeinsam mit Doris, Silvia, Edi und Gottfried durch den Ballenberg bis Hofstetten. Hier verabschieden wir uns von den anderen Paaren und wandern alleine weiter Richtung Interlaken.

 
 

Es ist ein herrlicher Tag und es sieht so aus  als ob es heute für einmal nicht regnen würde. Bis nach Brienz wandern wir über Wiesen und dann dem See entlang. Es ist bereits ziemlich heiss geworden und wir kehren in Brienz das erste Mal ein, wo wir auch die heute Verpflegung einkaufen. Danach geht’s es weiter Richtung Hängebrücke oberhalb Oberrieden. Natürlich vom See weg den Hang hinauf. Der steile Anstieg belohnt mit einer schönen Aussicht über den Brienzersee. Bei der Brücke machen wir unseren Mittagshalt und geniessen den Blick auf die Berner Berge. Danach geht’s wieder hinunter zum See. In etwa so verläuft die heutige Wanderung: immer wieder zum See hinunter und vom Seeweg hinauf.

Pilgerstatue am Brienzersee
 
 

Am Schluss kurz vor Interlaken führt der Weg der Aare entlang bis wir in unserer heutigen Unterkunft im Alpenlodge Hotel sind. Hier erwartet uns ein Zimmer mit Blick auf den Hinterhof und mit einem „Brünneli aus dem letzten Jahrhundert“. Die Duschen/WC befinden sich auf der Etage und da sie gerade frei sind, nützen wir die Gelegenheit. Nach der Fusspflege wird die Pflege des leiblichen Wohls nötig. Zunächst füllen wir unseren „Wassertank“ wieder auf bevor wir uns bei einem Italiener feine Pasta nach Mutter’s Rezept gönnen. Anschliessend ist Bettruhe angesagt!

Der Aare entlang nach Interlaken
 
 


Mittwoch, 16. Juli 2014 - Von  Interlaken nach Thun
(27 km)

Angesichts der bereits warmen Temperaturen können wir heute Morgen unser Frühstück auf der Dachterrasse des Hotels einnehmen. Wie sich herausstellt sind wir praktisch die einzigen Europäer in diesem Hotel! So geht es dann auch relativ rasch weiter Richtung Thun. Zunächst wandern wir der Aare entlang durch ein Naturschutzgebiet und treffen hier wieder auf Silvia und Gottfried.

 
 

Sie hatten in der Jugendherberge in Interlaken übernachtet. Gestern sind sie in Brienz mit dem Schiff auf die andere Uferseite gefahren und hier nach Interlaken gewandert. Anscheinend ging es auch auf diesem Weg immer wieder den Hang hoch und dann wieder hinunter zum See. Eine zeitlang wanderten wir gemeinsam bis sie sich für ein kühlendes Bad im Thunersee entschieden. Wir gingen weiter zu den Beatushöhlen hinauf wo wir bei einer Erfrischung die Aussicht auf den See geniessen. Silvia und Gottfried treffen derweil auch ein. Auf dem Weiterweg geht es immer wieder steil zum See hinunter und ins nächste Dorf hoch.

Hinauf zu den Beatushöhlen
 
 

Dabei wird es immer heisser und wir immer müder, dazu beginnen die Füsse wieder zu schmerzen. In Gunten entscheiden wir uns dem See entlang zu gehen, was sich auch als mühsam heraustellt. Nach ein kurzen Pause im Hafenrestaurant in Oberhofen kommen wir zum Schluss, dass wir nun das nächste Schiff nach Thun nehmen. Dort erkundigen wir uns zuerst beim Touristoffice nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Es sind aber nur noch Zimmer ab CHF 250.--/Nacht frei. So konsultieren wir die Jakobsweg-Übernachtungsliste und siehe da, schon beim ersten Anruf können wir ein Zimmer zu einem angemessenen Preis reservieren.

Richtung Gwatt
 
 

Wir müssen zwar noch min. ½ Stunde Richtung Gwatt laufen, dafür in ruhiger Lage und wir können morgen gleich auf dem Weg weiter gehen.

Wir besichtigen noch die Kirche Scherzligen und wandern dem See entlang zu unserem Zimmer. Wir werden von der „Schlummermutter“ freundlich empfangen und erhalten ein herrlich grosses und kühles Zimmer. Zudem gibt sie uns noch Tickets für den Bus und wir fahren nach der erfrischenden Dusche wieder nach Thun. Da die Füsse schmerzen, machen wir nur eine kleine Stadtbesichtigung und gönnen uns anschliessend eine typische Bernerrösti. Am Bahnhofkiosk gibt’s dann noch einen Dessert bevor wir zum Zimmer zurückfahren.

 
 


Donnerstag, 17. Juli 2014 - Von  Thun nach Riggisberg
(29 km)

Es ist bereits schon am Morgen warm und wir geniessen unser Frühstück auf den Balkon. Dann machen wir uns auf Richtung Burgistein, wo wir heute übernachten möchten. Wir wandern zunächst dem Seeufer entlang mit Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau, welche uns den ganzen Tag begleiten werden. Wie gewohnt geht es immer wieder bergauf und bergab, manchmal steiler und manchmal auch weniger steil. Schon vor Amsoldingen spüre ich meine Blase am Zeh sowie die neue am Fersen.

 
 

Da es bereits ziemlich heiss geworden ist, machen wir unseren ersten Trinkhalt bzw. unsere Znünipause in  Amsoldingen. Anschliessend besichtigen wir die historische Kirche ausgiebig. Es gibt hier sogar einen Pilgerstempel. Nun geht es weiter durch Militärgelände nach Liebeschen dem See entlang. In Üebeschen geht es wieder Steil hoch und an einem Hof mit Bisonzucht vorbei. Eine kurze Trinkpause ist wieder fällig wie auch das Einsprayen mit Antibrumm! Überall diese Bremsen….., die uns während den nächsten Tagen begleiten werden und teilweise nicht vor dem Antibrumm zurückschrecken. Nach einem happigen Aufstieg erreichen wir schon früh Burgistein und beschliessen, weiter bis nach Riggisberg zu gehen.Doch zuvor wollen wir uns eine Übernachtungsmöglichkeit sichern und telefonieren alle Namen auf der Liste durch. Endlich auf einem Bauernhof hat es noch zwei freie Betten. So marschieren wir weiter. Meine Blase am Zeh schmerzt so, dass ich kaum noch gehen kann. So wechsle ich die Schuhe und gehe mit den Sandalen weiter, was überraschenderweise ganz gut geht. In Riggisberg machen wir zum Glück noch einmal eine Trinkpause und kaufen uns im Dorfladen gekühlte Getränke.

Richtung Amsoldingen
Pause
 
 

Mittlerweile ist es sehr heiss und wie sich später herausstellt, müssen wir noch rund 3 km aus dem Dorf hinauslaufen bis zum Bauernhof. So hätten wir heute schon bis nach Rüeggisberg hinauf gekonnt. Nach rund 30 km kommen wir erledigt und mit schmerzenden Füssen an.

 
 

Da wir niemanden auf dem Hof antreffen, machen wir es uns mal auf der Veranda gemütlich (Schuhe ausziehen, auf die Bank liegen, Füsse in Höh). Nach kurzer Zeit erscheint der Bauer und erklärrt uns, dass wir schon mal duschen können. Das Zimmer müsse seine Frau noch herrichten. Bis dahin könnten wir den Barfussweg geniessen. Der war für unsere Füsse richtige Erholung. Inzwischen ist auch die Bauersfrau eingetroffen und sie will uns eine Rösti mit Spiegelei zum Abendessen kochen. Es ist immer noch sehr warm und wir nehmen das Abendbrot auf der Veranda ein. Dazu gibt es feinen Blüemlitee. Nach dieser langen Wanderung und dem heissen Tag gehen wir wieder früh zu Bett.

Auf dem Barfussweg
 
 


Freitag, 18. Juli 2014 - Von  Riggisberg nach Heitenried
(20 km)

Da wir heute eine kleinere Strecke vor uns haben, frühstücken wir etwas später. Die Bäuerin serviert uns auf der Veranda ein herrliches Mahl mit selbstgemachtem Himbeerjoghurt, Käse usw. Zum Abschied erhalten wir ein Blüemliguetzli, das uns auf der Wanderung stärken soll. Die Bäuerin zeigt uns einen direkten Weg nach Rüeggisberg. Dabei kommen wir am Gasthaus Bären vorbei in dem wir auf unserer Biketour übernachtet hatten. Auch besichtigen wir die Klosterruine und geniessen den Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau, welche uns auch heute begleiten werden. Danach geht unser Weg weiter Richtung Schwarzenberg und wir durchwandern „Meseta ähnliches“ Gebiet: weite, offene Landschaft. Wir haben sogar Blick auf die Jurakette. Es wird immer heisser und unsere Bidons leeren sich.

 
 

In Schönentannen (kurz vor Schwarzenburg) genehmigen wir uns im Restaurant kühle, frische Getränke. Danach können wir leider nicht auf dem Originalweg weiterwandern, da ein Bauer vor einem Stier auf der Weide warnt. Wie sich später in der Herberge herausstellt, will der Bauer nur nicht, dass die Wanderer über seine Wiesen gehen. So marschieren wir auf der Alternativroute, welche auch sehr schön ist, weiter nach Schwarzenburg. Hier treffen wir auf den ominösen Postomaten bei dem unser Schwager auf der Biketour Geld beziehen musste. Es ist bereits Mittag und es liegen nur noch einige Kilometer  bis nach Heitenried vor uns. So machen wir im Coop-Restaurant eine länger Mittagspause und verpflegen uns gehörig. Gestärkt geht es weiter nach Heitenried und zwar wieder heftig bergab und bergauf. Dazu noch die Hitze. Endlich kommen wir bei der Herberge an. Sofort Schuhe ausziehen und sich mit kaltem Wasser am Brunnen bedienen. Wir warten bis die Herberge öffnet. Doch die Herbergsmutter, Frieda, kommt bereits früher und so können wir unsere Schlafplätze beziehen, duschen und die Wäsche mit der Maschine waschen. Zum Glück ist es heute so heiss, dass die Wäsche rasch trocknet, denn Heiner hat alle T-Shirts aufgebraucht und wartet im Schlafsaal bis eines trocken ist. Bis dahin tausche ich mich mit Frieda über die Herberge und die damit verbundenen Arbeiten aus. Die Herberge Heitenried wird von ihr und ihrem Mann privat betrieben.  Anschliessend besichtigen Heiner und ich die sehenswerte Kirche von Heitenried. Ich steige kurz zum Schloss hinauf und geniesse nochmal einen Blick auf die freien Eiger, Mönch und Jungfrau. Als wir in die Herberge zurückkommen, ist auch die Familie mit den 4 Kindern eingetroffen. So ist Ramba Zamba bis kurz von 10 Uhr angesagt. Später treffen noch 3 weitere Pilger ein: Werner und Regina aus Deutschland sowie Michael aus Brunnen. Michael läuft 50 km am Tag und fährt morgen von Fribourg wieder Heim.

Hinauf nach Rüeggisberg
Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau
Herberge Heitenried
 
 

Regina und Werner gehen rund 30 km am Tag und wollen am Montag in Lausanne eintreffen. Zum Abendessen gesellt sich noch Bernhard zu uns, der krankheitshalber ein Hotelzimmer bezogen hat. Er wird gleich von den Kindern als „Märlitante“ in Beschlag genommen. Die Erwachsenen plaudern angeregt bis zur Nachtruhe. Diese Nacht nehme ich sicherheitshalber die Ohropax. Zwar habe ich nichts gehört, aber wegen dem geschlossenen Fenster schlecht geschlafen.

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